DAS PARFUMHAUS KRIGLER


Eine duftende Reise durch die Zeit

 

Die Welt des Hauses Krigler ist wie eine Reise. Sie erzählt von fernen Ländern und Orten der Sehnsucht.

 

Aber auch von der turbulenten Geschichte des letzten Jahrhunderts und der Familie. Von großen Gefühlen, der Liebe zum Detail, klassischer Handwerkskunst, Gespür für Stil und dem Mut zum Neubeginn.

 

 

Von Berlin nach Moskau

 

Die Reise startet in Berlin, wo Albert Krigler 1860 geboren wird. Doch schon die erste berufliche Station führt den jungen Chemiestudenten nach Moskau. Wo sich der berühmte französische Parfümhersteller Rallet gerade etabliert und viele junge Leute aus Europa, die sich der Passion Duft verschrieben haben, anlockt. Damit nicht genug Abenteuer. Schon bald verliebt sich der 19-jährige in die Tochter eines französischen Parfumeurs und Kollegen. Sie verloben sich 1879 und Albert bringt seine Gefühle mit einem ganz besonderen Geschenk zum Ausdruck.

Seinem ersten eigenen Parfum, Pleasure Gardenia 79 – eine betörende Blütenexplosion aus Jasmin, Mimose und Gardenie.

Inspiration dafür ist nicht nur der neue Beziehungsstatus mit Charlotte, sondern die Gardenien, die im Garten um den goldenen Kinkaku-ji Tempel in Kyoto wachsen. Beliebte Motive auf den japanischen Lackarbeiten, die in Moskau zu dieser Zeit ausgestellt werden. Pleasure Gardenia 79 sollte ein wichtiger Baustein für die Duftgeschichte der Familie werden.

 

 

Von St. Petersburg nach Berlin 

 

1904 macht sich Albert Krigler selbstständig und zieht mit seiner Familie nach St. Petersburg. Er eröffnet ein Boudoir, in dem sich die High Society ihr ganz persönliches Parfum machen lassen kann, denn die „Haute Parfumerie“ ist der letzte Schrei. Der erste Duft, den er dort neben den individuellen Konzepten verkauft, ist Pleasure Gardenia 79, in der Familie bis heute liebevoll „das Verlobungsparfum“ genannt.

Außerdem Hermitage Heritage 04, der erste Männerduft und Alberts Tribut an die St. Petersburger Hermitage. Riecht man die edle, holzig-würzige Note, kann man sich bildlich vorstellen, wie er durch die Räume des Museums zu wandeln.

Übrigens: Zu den englischen Namen kommen die Düfte, weil in Russland zu dieser Zeit alles Britische sehr angesagt ist. Kein Wunder: Der Zar ist mit dem englischen Königshaus verwandt. Und noch ein Detail lässt sich am Namen ablesen: Die Zahl bezeichnet das Jahr, in dem der Duft kreiert und damit Zeugnis für seine Zeit wird. Ein Code, der für Krigler Düfte zur Signatur werden sollte.

Kaum in St. Petersburg angekommen, geht die russische Ära der Kriglers zu Ende. Um den Wirren der Revolution zu entkommen, siedelt die Familie 1905 wieder nach Berlin um. Back to the roots! Die Berliner Bourgoisie kennt und liebt Kriglers Parfums, sie zu tragen gilt als elitär und chic.

Da trifft es sich gut, dass Albert das Angebot bekommt, im Hotel Viktoria, Unter den Linden, sein neues Boudoir zu eröffnen. Nicht ahnend, dass er damit sein Erfolgskonzept für die Zukunft erfunden hat: Hotels werden zum zentralen Ort für die Parfumerie Krigler.

Das erste Parfum, das in Berlin entsteht, Schöne Linden 05, ist dem berühmten Prachtboulevard gewidmet. Die strahlend-heiteren Linden-Noten versetzen einen noch heute, obwohl etwas modernisiert, in die Zeit der eleganten Ladies, die entlang der Allee flanieren.

 

 

 

 

 

 

Von Berlin nach Südfrankreich

 

In den nächsten Jahren ist Albert viel auf Reisen – und er berichtet davon, mit seinen Düften: Eleganter Schwan 06 beschreibt die Gärten von Schloss Neuschwanstein, die er besucht, wenn er wie so oft mit der Familie in Bayern Ferien macht.

 

Subtle Orchid 10 erzählt von einem Café nahe der Pariser Rue St. Honoré, wo er sich gern mit Freunden trifft, und in dem sich der opulente Duft der Orchideen mit dem der süßen Viennoiserie mischt.

 

Good Fir 11 von den duftenden Wäldern Colorados, die er auf einer Zugfahrt von New York nach San Francisco durchquert. Eine Reise, die damals Tage dauerte!

 

Bald entstehen Dependancen in Deutschland, Österreich, Schweiz und an der Côte D’Azur, dem neuen Lebensmittelpunkt der Familie. Denn Charlotte, die aus Antibes stammt, hatte großes Heimweh und wollte gern dahin zurück. Das Anwesen, das Albert dort erwirbt, wird der Entstehungsort der meisten Düfte werden.

 

Im nächsten Step eröffnen Boutiquen in Cannes, Monte Carlo und Paris. Ein Haus in der Champagne kommt hinzu, das Albert scherzhaft Chateau Krigler nennt. Die Blumen des Gartens verewigt er in Chateau Krigler 12, das später eine Duftikone werden sollte.

Doch zunächst bleibt der Erfolg aus, da es entgegen dem herrschenden Trend zu schweren Düften ein leichter und blumiger Akkord ist. Für damalige Verhältnisse zu revolutionär!

 

Ein Jahr später entsteht mit Champfleury 132 das männliche Pendant, etwas würziger und moschuslastiger. Rund fünf Düfte entwickelt Albert Krigler jetzt pro Jahr, die er jedoch nicht alle lanciert – nur die letzte Zahl im Namen deutet darauf hin. 132 heißt, dass es sein zweiter Duft in 1913 ist.

 

 

 

An der Riviera

 

Bei Ausbruch des ersten Weltkriegs bleibt Albert mit der Familie in Frankreich. Und auch aus dieser Zeit gibt es Parfum-Dokument.

1914 entsteht Lieber Gustav 14. Es erzählt von einer großen Liebe, basierend auf den Briefen, die sich seine Tochter und ihr Verlobter – sie in der Provence, er in Berlin –schrieben. Er fällt im Krieg.

Doch der Duft von Lavendel, Sandelholz und Tonka bildet eine unsichtbare Brücke zwischen Frankreich und Deutschland.

Erst später aber sollte dieser Duft zu einem der ganz Großen in der Krigler Duftgeschichte werden.

 

Zunächst um 1918, als die amerikanische High Society, darunter viele Schriftsteller und Künstler, die französischen Riviera für sich entdeckt. Seit sich rumgesprochen hat, dass es dort statt der üblichen Felsenküste einen wunderbaren Sandstrand gibt, ist Antibes zum Hot Spot avanciert. Für die oberen Zehntausend die perfekte Abwechslung zu den Luxusresorts in Kalifornien oder Florida. Von Valentino bis Hemingway – alle zieht es nach Europa. Und alle tragen Düfte von Krigler. Der zur

rechten Zeit am richtigen Ort ist. Gleich gegenüber der chicen Strandcafés.

 

Albert Krigler sah MONSIEUR DADA im Jahr 1918 als Hommage an eine neue künstlerischen und literarischen Bewegung, die nach dem ersten Weltkrieg aufkam, den Dadaismus. Es war der anarchische, höchst politische Gegenentwurf zur etablierten Kunst. Die Idee dazu kam ihm nach einem Besuch im Züricher Cabaret Voltaire, der Ur-Zelle der Bewegung – und so entstand mit dieser ungewöhnlichen Kombination auch ein Gegenentwurf in der Parfumkunst. Die heutige, leicht modernisierte Version von MONSIEUR DADA hat Ururenkel Ben Krigler kreiert und so den Geist von damals neu interpretiert.

 

 

Herr Krigler erzählt neue Duft-Geschichten: English Promenade 19, mit dem er die zarte Blütenwelt entlang der Promenade des Anglais in Nizza beschreibt. Die frisch-beschwingte Happy-Note bezaubert später vor allem junge Frauen – die sich den Duft picken, vielleicht auch, weil er ihr Alter, die 19, trägt. So wie eine junge Schauspielerin, die in den fünfziger Jahren an der Riviera ihren ersten Film dreht – und später bei einem berühmten Juwelier frühstückt.

 

 

Denn war der Duft eine Auftragsarbeit für den Librettisten Giuseppe Adami (Turandot), der ein Parfum wollte, das ihn an seinen Lieblingsferienort Bordighera an der italienisch-französischen Riviera erinnert. Um sich inspirieren zu lassen, verbrachte Albert Krigler 1920 mit seiner Familie dort den Sommer in einer Villa, die von Charles Garnier, dem Architekten der Pariser Oper, designt war. Angesichts der Fülle von Zitronenbäumen, die entlang der Küste wachsen, war die Grundidee für VILLA BORDIGHERA 20 schnell gefunden. Ben Krigler hat den Duft jetzt wieder aus den Archiven geholt.

 

Zu seinen neuen Stories gehört auch Sparkling Diamond 22, der als teuerster Duft in die Chronic eingeht. Die strahlende Note ist von Monte Carlo und seiner Spawelt inspiriert. Es duftet, als käme man gerade von der Vinotherapie. Und auch von innen strahlt‘s: Mit einem echten Diamanten im Flakon, heute übrigens ein edler Swarovski Kristall. In den Golden Twenties kreiert Albert wieder viele exklusive und maßgeschneiderte Parfums, so genannte „bespoke perfumes“. Sie werden, wie auch heute noch, per Vertrag 25, 50 oder 75 Jahre für den Auftraggeber reserviert.

 

Blue Escapade 24 ist so einer, den 1924 ein englischer Lord anfertigen lässt: Er möchte die Frische des Ozeans und die Stimmung seiner Villa Blue Escapade die in Biarritz am Atlantik liegt, in einem Flakon einfangen. Erst 25 Jahre später gibt es ihn zu kaufen. Bis heute.

 

 

 

  

Nach NYC, der Liebe wegen

 

In den dreißiger Jahren geht das Parfumhaus über den Atlantik – aus dem schönsten Grund der Welt: Albert Kriglers Enkelin verliebt sich in einen Amerikaner.

Sie heiratet und lebt mit ihrem Mann in Upstate New York. Ihre Liebe zur Provence wird in ihrem Duft Juicy Jasmine 30 verewigt.

Doch wann immer sie Midtown in Manhattan ist, stattet sie ihrem Lieblingshotel The Plaza einen Besuch ab. Dort kommt sie schließlich mit dem Manager ins Gespräch. Und sie überzeugt ihn, dass das Hotel ein Duft-Boudoir à la Krigler braucht.

 

So eröffnet sie 1931 den ersten Shop in den USA –in einem Hotel, wie einst Albert in Berlin. Krigler wird bekannt als der Parfumeur im Plaza, ein Schritt zum Kultstatus.

 

Der erste amerikanische Duft heißt America One 31. Und einer der ersten, die ihn tragen, ist einer der wichtigsten amerikanischen Schriftsteller. Richtig bekannt wird er jedoch erst später als der ‚Duft des Präsidenten‘. Nomen est omen.

In den dreißiger Jahren wieder entdeckt wird auch Lieber Gustav 14 – von einer Bekannten Alberts, die noch heute zu den deutschen Film- Ikonen zählt. Sie macht ihn zu ihrem – und damit zum ersten Unisex- Duft. Und das Parfumhaus Krigler zum Gesprächsthema bei ihren Freunden weltweit.

 

 

In den 40er Jahren expandiert Krigler im US-Markt weiter. Während Albert mit Dolce Tuberose 43 eine Liebeserklärung an San Remo macht, entwickelt seine Enkelin in den USA Manhattan Rose 44.

Eine sehr naturgetreue Mischung von Rosen aus der alten und der neuen Heimat als Symbol französisch-amerikanischer Freundschaft. Und der Duft, mit dem sie das Kriglersche Storytelling weiter pflegt.

 

In den fünfziger Jahren besucht eine angehende Schauspielerin den Krigler Store im Plaza und verliebt sich sofort in Chateau Krigler 12. Schon bald darauf bekommt sie einen Oscar. Worauf sie ihren Erfolg zurückführt, fragt sie ein Reporter. „Auf meinen Talisman Chateau Krigler,“ antwortet sie. Daraufhin featuren alle großen Magazine das Parfumhaus – Krigler ist auf der It-list.

 

Albert, inzwischen in seinen Neunzigern, geht erneut auf Reisen und fährt auf die Philippinen. Er interessiert sich für ein Terrain, auf dem die hochwertigsten Patschuli-Pflanzen angebaut und unter besonderen Schutz gestellt werden sollen. Seine Hommage an den wunderbaren Duftstoff und diese Reise wird Lovely Patchouli 55.

 

Es sollte sein letzter Duft sein, den seine Tochter nach seinem Tod vollendet. Er wird zu einer der großen Krigler-Ikonen.

Später auch wieder ein Verlobungsduft – den ein großer Reeder seiner künftigen Frau schenkt. Auch rund 60 Jahre später hat er nichts von seiner Faszination verloren – als der Film „Jackie O“ in die Kinos kommt und damit auch ein Teil der Geschichte des Duftes wieder aufgegriffen wird, gibt es für ihn Wartelisten.

 

Alberts Tochter Lea konzentriert sich fortan hauptsächlich auf Maßanfertigungen und das Geschäft in den USA. Im Fokus immer: Die beste Formulierung mit dem richtigen Spirit und der höchsten Qualität zu erreichen.

 

 

 

 

Von London über den mittleren Osten nach Paris

 

In den 60ger Jahren tritt auch ihre Tochter Liliane mehr und mehr in Alberts Fußstapfen. Ihr Ansatz als ausgebildete „Nase“: Düfte, die den Moment wie auf einem Postkartenmotiv einfangen sollen. Sie geht mit ihrem Mann an den Ort, wo das Leben pulsiert: London, Notting Hill.

 

Established Cognac 66 wird die erste Parfum gewordene Momentaufnahme. Angelehnt an den Duft von Globe Bars, jener Hausbar im Holzglobus, die damals ein Interior-Must ist und bei deren Öffnen sich ein Mix aus Cognac und Holz entfaltet.

 

Liliane ist experimentierfreudig und immer auf der Suche nach Neuem. Eine Reise durch Indien führt sie an die nepalesische Grenze, wo sie fasziniert ist von den üppigen Zedernwäldern – ein Eindruck, den sie mit Cosy Cedarwood 72 festhält.

 

Dann wird sie nach Jordanien eingeladen, um einen Duft fürs Königshaus zu kreieren – Oud for highness 75. Er wird einer der ersten Oud-Düfte, den eine westliche Parfümeurin macht. Die damit neue Maßstäbe setzt, auch indem sie neben Oud eine starke Safrannote integriert.

Eine ganze Kollektion wird 30 Jahre später folgen, wenn auch der Westen Oud für sich entdeckt. Freigeist Liliane geht schließlich nach Paris, um auch für andere große Dufthäuser und Privatpersonen Konzepte zu entwickeln. Doch weiterhin werden auch Momentaufnahmen aus ihrem Leben zu Parfum.

 

Wie Emeraude Noire 77, nach einem Ring mit einem fast schwarzen Smaragd benannt. Das Familien-Erbstück aus der russischen Zeit wurde in der Pariser Metro gestohlen. Was davon bleibt, ist dieser warme, dunkle, sehr pariserische Duft.

 

In den achtziger Jahren konzentriert sie ausschließlich auf Maßanfertigungen und fokussiert das Geschäft auf wenige Haupt-Locations. Eine Konsolidierungsphase, in der sich das Parfumhaus Krigler auf seine Werte besinnt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zurück in die Zukunft

 

2005 übernimmt Alberts Ururenkel Ben das Familienunternehmen in fünfter Generation. Hundert Jahre nachdem die Firma das Boudoir in Berlin eröffnet hat, wird der studierte Architekt zum Baumeister des neuen Krigler.

 

Sein Plan: Werte wahren. Heritage pflegen. Subtil, aber kompromisslos neue Wege gehen. Dabei immer spielerisch zu bleiben. Indem er die Konzepte der Vergangenheit gekonnt zitiert und den Spirit modern aufleben lässt. Wie Albert’s einst revolutionäre Idee, Duft oder Samples zum Testen per Katalog und Mailorder zu vertreiben.

 

Ben‘s moderne Interpretation wird die Website, mit der Krigler sich als einer der ersten Luxusparfumeure der digitalen Welt öffnet. Auch für die neuen Düfte gilt: Bewahren und erneuern – aber immer 100 Prozent Krigler.

 

Wie Ben’s erster Duft, noch in Zusammenarbeit mit Mutter Liliane, zeigt: Extraordinaire Camelia 209 verehrt die Kamelie, Albert’s Lieblingsblume, ist aber modern und clean komponiert.

Und er wird, wie viele seiner Vorgänger, auch bald Liebhaberinnen unter jungen Royals.

 

Anderes Beispiel: Jazzy Riviera 210 feiert nicht nur den 100. Geburtstag des Ateliers in Antibe – es ist eine Reminiszenz an die Jazz Ära, frisch und ausgelassen wie die Stimmung in jener Zeit.

 

Splendid Gold 211 überrascht mit einer außergewöhnlichen Interpretation des Edelmetalls: cremig, sweet und fruchtig.

 

Zum 100. Geburtstag von Chateau Krigler erscheint Ultra Chateau Krigler 212, eine neue Version, fresh und unbeschwert, perfekt für eine sommerliche Landpartie.

 

Im gleichen Jahr startet die Line-Extension zu „Oud for Highness 75“. Der exklusive orientalische Duftstoff ist jetzt auch im Westen angekommen:

Oud Azur 75212, interpretiert ihn mit weißem Tee und einem Hauch Moschus, quasi als leichtere mediterrane Variante.

 

Oud Sumptuous 75213 setzt mit Labdanum und Lavendel auf einen frischen

Touch, kombiniert mit dem Spirit von Marrakech.

 

Ultimate K‘Oud 752014 entsteht nach einer Geschäftsreise, die Ben Krigler nach Texas führt. Der Wechsel von Berge und Wäldern, die klimatischen Unterschiede zwischen heiß und kühl, das Raue und Rauchige faszinieren ihn. In diesem Duft erzählt er davon.

 

Eine Reise durch Brasilien und die Orte, an denen Bernstein abgebaut wird, inspiriert Ben 2013 zu Topaze Imperiale 213. 

Ein Jahr später schenkt er Duft-Ikone „Lieber Gustav“ zum 100. Geburtstag mit Lieber Moment 214 ein zart blumiges Pendant. 

Und mit Sierra Vista 2142 macht sich der Parfumeur selbst ein Geschenk: Ein Duft, der ihm immer sagt, mit dir fühl ich mich gut. 

Und noch eine Tradition lässt Ben wiederaufleben: Krigler, der Duft der Reisenden. Der dort ist, wo Erinnerungen beginnen. Wie schon Albert in seinen Berliner Tagen, setzt Ben auf exklusive Hotels als Verkaufsort. Anders als sein Ururgroßvater aber konzentriert er sich darauf.

 

Zunächst wird der Store im New Yorker Plaza wiedereröffnet. Das nächste Opening im Four Seasons in Beverly Hills wird begleitet von Charming California 215. Ein Parfum mit dem einzigartigen Duft der Jacaranda- Bäume, die zweimal im Jahr ganz Los Angeles mit ihren Blüten verzaubern. Floral und healthy, total Cali.

 

Und auch dort, wo alles begann, findet man Krigler wieder in einem Luxushotel: Neue Berliner Heimat wird das Hotel Adlon. Gefeiert wird das mit Kabarett Krigler 216, einer Hommage an die Glorious Days der zwanziger Jahre.

 

Im Jahr 2017 entsteht Bouquet Baroque 217, ein Parfum, das seine Mutter vor 20 Jahren begann und er vollendet hat. Inspiration waren die opulenten Blumen-Stilleben der Barockzeit wie die des Malers Bruegel. 

 

Immer wieder ist es das Storytelling, das Krigler Parfums so unverwechselbar macht. Aber auch der Qualitätsanspruch. Den umzusetzen nimmt sich das Parfumhaus Krigler alle Zeit der Welt. Denn die Entwicklung eines Duftes dauert: Denn nach der Mazeration müssen die Inhaltsstoffe erstmal in einem Keller ruhen. Nachdem die Mischung feststeht, dürfen sie noch einmal reifen. Wie guter Wein. Rund anderthalb Jahre braucht Eau de Parfum, zwei Jahre das Parfum und dreieinhalb Jahre das Extrait, bis es soweit ist und den hohen Ansprüchen genügt. 

 

Nächster Zwischenstopp der Reise ist Palm Beach, an der „Floridian Riviera“. Hier an der wilden Ostküste Floridas wird die Duft- Geschichte des Hauses Krigler fortgeschrieben: Mit einer neuen Dependance im luxuriösen Four Seasons Resort. Und mit dem Parfum Palm Dream 219. Ben Kriglers Reminiszenz an den Ort, an dem die Familie ab den 1950er Jahren oft die Ferien verbracht hat.

Und an das legendäre Palm Beach Resort, das in den Zwanzigern glamouröse Anlaufstelle der oberen Zehntausend war. Wie das duftet? Pudrig und gleichzeitig frisch, dank eines der edelsten Duftstoffe der Welt, der Irisessenz. Don’t smell mainstream! Typisch Krigler eben.

 

Nächste Station ist Wien. Hier eröffnet Ben Krigler im September 2019 die bisher größte Hotel-Boutique weltweit - im Palais Hansen Kempinski, einem berühmten Ringstrassen-Palais. Die Besonderheit: Hier können im eigenen Atelier auch Duftkerzen hergestellt werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit, sich in einer Hotelsuite exklusiv beraten zu lassen und seinen ganz persönlichen Bespoke-Duft zu kreieren.

 

Von Wien geht Krigler nach Chicago (wie auch Albert vor 110 Jahren): Hier entsteht im Januar 2020 im legendären „The Peninsula Hotel“ eine „Schmuckschatulle“ im klassischen Krigler-Stil mit Schwarz, Gold und vielen Spiegeln.

 

Designt wie immer von Ben Krigler, der nicht nur Parfumeur, sondern studierter Architekt ist. Auch hier gibt es ein kleines Parfum-Labor für individuell angefertigte Kerzen und Eau de Parfums.

 

Und noch ein Opening steht im Jahr 2020 an: In San Francisco, die Stadt, in die Albert Krigler 1911 mit dem Zug von New York aus reiste.

Damals ein langer Trip durch die Wälder von Colorado, von dem er in „Good Fir 11“ erzählt, einem Duft, den es heute noch in einer Kerze gibt.

 

Hier eröffnet demnächst im eleganten „The Ritz Carlton San Francisco“, das downtown im Stadtviertel Nob Hill liegt, die nächste Station der Krigler-Reise um die Welt. Stay tuned…